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Rund um das süße Gold

Was ist Honig?

Honig ist der süße Stoff, den die Bienen erzeugen, indem sie Nektariensäfte oder auch andere, an lebenden Pflanzenteilen sich vorfindende süße Säfte aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Waben aufspeichern und dort reifen lassen.

 

Welche gesundheitsfördernden Eigenschaften hat Honig?

Honig gilt als hervorragender „Stresskiller“, denn bei Überarbeitung, Nervosität und Stress zeigt Honig seine wohltuende Wirkung im Besonderen.

Hier ein Zitat des Vorsitzenden des Österreichischen Apitherapibundes, Anton Reitinger:

„Das wohl bekannteste Bienenprodukt, der Honig, ist ein natürlicher Gesundheitscocktail.

Er entsteht aus dem von den Bienen gesammelten Blüten-Nektar und dem Honigtau.

Die darin enthaltenen zahlreichen Inhaltsstoffe wie Trauben- und Fruchtzucker, Eiweiße und Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, natürliche Pflanzenfarbstoffe, Aromastoffe, Enzyme, organische Säuren und vieles mehr machen den Honig zu einem hervorragenden Wächter über unsere Gesundheit.

Honig ist ein natürlicher Kraft- und Energiespender und wird in der Apitherapie als Stärkungsmittel bei Krankheiten eingesetzt.

Er hilft bei Infektionen und schützt vor diesen, hat positive Wirkung auf Herz und Leber, fördert die Blutbildung, ist gut für die Verdauung und wirkt als Wundheilmittel.

Im Gegensatz zu weißem Industriezucker und zu Rohrzucker, fördert Honig die Bildung von Zahnkaries nicht. Die Inhibinwirkung von Honig hemmt sogar die Aktivität der Kariesbakterien.

Insgesamt sind inzwischen 187 verschiedene Inhaltsstoffe im Honig wissenschaftlich belegt.

„ubi apis ibi salus – Wo Bienen sind, dort ist auch Gesundheit“.

 

 

Wie kommt Honig aus der Natur in die Wabe und auf den Tisch?

Die Gewinnung von Honig bedeutet für die Bienen einen Riesenaufwand.

Zunächst saugt die Sammelbiene mit ihrem mehr als einen halben Zentimeter langen Rüssel den Nektar aus den Blüten, oder sie nimmt Honigtautropfen auf. Danach werden Nektar oder Honigtau in der Honigblase gespeichert, dann geht´s zurück in den Bienenstock. Schon auf dem Weg dahin beginnt die Umwandlung des Saftes in Honig. Durch Zugabe körpereigener Säfte bildet sich aus dem von Nektar und Honigtau stammenden Rohzucker zum Schluss Trauben- und Fruchtzucker. In den Waben – dem Zellbau des Bienenstocks – liefert die Biene ihren Saft ab und die dann zuständigen Stockbienen übernehmen die weitere Verarbeitung.

Dazu gehört das Eindicken des Saftes. Ihm muss also das Wasser entzogen werden. Das geschieht u. a. durch die Wärme im Bienenstock und durch heftiges Flügelschlagen der Stockbienen. So fächeln sie Luft in die Waben und der Wassergehalt im Honig wird reduziert.

Wenn die Biene ihre Wabenzellen mit einer dünnen Wachsschicht luftdicht verdeckelt, erkennt der Imker, dass der Honig „schleuderreif“ ist.

Nun wird er in der sog. Honigschleuder ohne Wärmezufuhr aus den Waben geschleudert. So bleiben die vielen gesunden Nähr- und Aromastoffe im Honig erhalten.

 

Wie habe ich lange Freude am Honig?

Bei seiner Gewinnung ist der Honig klar und dickflüssig. Im Laufe der Lagerzeit wird er jedoch fest – das bedeutet, der Traubenzucker, der im Honig enthalten ist, kandiert.

Je höher sein Anteil, desto schneller setzt dieser natürliche Vorgang ein, z. B. bei Rapshonig. Aus diesem Grund wird der Frühlingsblütenhonig nach dem Abschleudern fein cremig gerührt, was zwar enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet, sich allerdings großer Beliebtheit erfreut, da der Honig so nicht vom Brot „läuft“.

Sollte einer der flüssigen Honige im Laufe der Zeit zu kandieren beginnen, erwärmen sie ihn lediglich vorsichtig im Wasserbad auf max. 30 °C oder stellen sie ihn an die Heizung.

Bewahren Sie Honig bei Zimmertemperatur auf, damit er geschmeidig bleibt.

Kochen Sie Honig niemals auf, denn damit zerstören Sie die wichtigsten Bestandteile des Honigs.

Bewahren Sie Honig dunkel auf, denn er ist lichtempfindlich und verschlossen, denn er ist hygroskopisch, das heißt, er zieht Feuchtigkeit aus der Luft. Zudem nimmt er leicht Aromen von anderen Speisen und Gerüche seiner Umgebung an.

 

Was kann ich alles damit anfangen? Wofür kann ich Honig verwenden?

Honig schmeckt nicht nur klassisch auf´s Brot, sondern man kann ihn auch in Nachspeisen und Joghurt gut kombinieren mit Nüssen, Vanille, Zimt, Nelke, Mandel und Zitrone.

Bei den Früchten schmecken säuerliche Äpfel, Beerenfrüchte, Pfirsiche, Bananen, besonders gut mit Honig.

Grüne Stachelbeeren als Kompott, mit Honig gesüßt, sind eine Delikatesse.

Überziehen Sie feine Crepes, Aufläufe, Breie nach dem Garen mit dem Honigschmelz.

Dann können Sie auch auf den Zucker in den Speisen verzichten.

Mischen Sie Joghurt, Honig und Senf zu einem leckeren Salatdressing und schmecken es mit Salz und Pfeffer ab.

Glasieren Sie gebratenes Fleisch, Fisch, Hühnchen mit Honig, indem Sie Honig im Bratensatz vorsichtig erwärmen und das Gebratene darin schwenken, evtl. noch mit Sojasoße oder weiteren Gewürzen.

Zupfen Sie frische Thymianblättchen in ein wenig lauwarmen Honig und verrühren dies. Geben Sie diese Mischung über fertig gebratenen Ziegen-, Schafskäse oder über Fleisch.

Allgemein passt Honig hervorragend in asiatische Gerichte, ob es eine Kürbissuppe mit Ingwer oder eine Karotten-Kokos-Suppe ist, oder in Gerichte aus dem Wok.